- Stabiles Marktszenario mit Wachstumserwartungen im Segment der alkoholfreien Getränke
- Pro-Kopf-Volumen alkoholfreier Getränke und Bier gleichermaßen auf hohem Niveau
- BrauBeviale 2026 bündelt Lösungen für ein breites Getränkeportfolio
Die Getränkemärkte entwickeln sich derzeit in zwei Richtungen gleichzeitig: Gemäß dem Wunsch der Konsumenten nach Selbstoptimierung wachsen einerseits Energy Drinks, funktionale Getränke und alkoholfreie Konzepte. Andererseits bleibt das Bedürfnis nach Gemeinschaft, Atmosphäre und gemeinsamen Erlebnissen hoch – gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich angespannten Zeiten. Hintergründe zu diesen Entwicklungen greift die „BrauBeviale meets Europe“-Tour auf, die am 08. Juli 2026 Station in Madrid macht.
Die Märkte in Spanien und Portugal zeigen stabile Tendenzen: Der Konsum alkoholischer Getränke wächst in den Märkten Spanien und Portugal. Im Vergleich dazu bleibt der Markt der alkoholfreien Getränke insgesamt weitgehend stabil, mit einzelnen Verschiebungen zwischen den Segmenten.
Spanien im Detail – alkoholfreie Getränke
Hinsichtlich der Gesamtbetrachtung von alkoholfreien Getränken zeigt sich für Spanien ein ähnlich stabiles Bild wie im gesamteuropäischen Durchschnitt. Das Gesamtvolumen für alkoholfreie Getränke liegt in Spanien im Jahr 2025 bei 112 Litern pro Kopf, gegenüber einem europäischen Durchschnitt von 179 Litern.
Während – gemäß dem Datenmaterial von Statista Market Insights – in der Kategorie Erfrischungsgetränke sowohl der europäische als auch der spanische Durchschnitt weitgehend stabil bleibt, wird für das Segment Mineralwasser in Spanien ein leichtes Wachstum erwartet. Für 2025 liegt der Wert bei 70 Litern pro Kopf; bis 2030 wird ein leichter Zuwachs von etwa 2 Prozent erwartet.
Parallelen zum europäischen Durchschnitt sind bei den Perspektiven für Energy Drinks zu erkennen: Spanien liegt im Vergleich zu einem europäischen Durchschnitt von 2,95 Litern pro Kopf bei einem Volumen von knapp 6 Litern pro Kopf und kann hier bis 2030 einen Marktzuwachs von etwa 8 Prozent erwarten.
Für RTD-Getränke wird in der europäischen Gesamtbetrachtung, ausgehend von einem Pro-Kopf-Volumen von 1,28 Litern, ein Wachstum von 7 Prozent erwartet. Spanien liegt bei einem Durchschnittswert von 0,34 Litern pro Kopf im Jahr 2025 – eine Größe, die gemäß den Wachstumsprognosen bis 2030 um etwa 8 Prozent, ausgehend von diesem niedrigen Niveau, steigen soll.
Portugal im Detail – alkoholfreie Getränke
Das Gesamtvolumen für alkoholfreie Getränke liegt für das Jahr 2025 im Durchschnitt in Europa bei rund 179 Litern; für Portugal wird dieser Wert bei 253 Litern pro Kopf einsortiert und soll – gemäß den Daten von Statista Market Insights – etwa auf diesem Niveau bis 2030 verbleiben.
Wachstum innerhalb dieses Sektors entsteht durch Präferenzverschiebungen zum Beispiel im Bereich der Energy Drinks: Portugal liegt mit einem Marktvolumen von 4,7 Litern pro Kopf über dem europäischen Durchschnitt von 2,95 Litern pro Kopf und kann hier Marktzuwachs bis 2030 von etwa 10 Prozent erwarten.
Gleichlaufend zum Wachstum in der Kategorie RTD-Getränke in Europa, zeigt sich auch der portugiesische Markt bis 2030: Demnach liegt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch dort bei 1,45 Litern im Jahr 2025 im Vergleich zum europäischen Durchschnitt von 1,28 Litern. Ein Zuwachs in diesem Segment um etwa 8 Prozent wird prognostiziert.
Bier als „soziales Schmiermittel“
In Gesamteuropa gewinnen alkoholfreie Angebote im Segment Bier an Bedeutung. Europaweit lag der Wert bei 2,7 Liter pro Kopf. Demgegenüber wird für Spanien ein deutlich über dem europäischen Wert liegendes Volumen von 4,9 Litern pro Kopf ermittelt. Der Pro-Kopf-Verbrauch alkoholfreier Biere lag im Jahr 2025 in Portugal bei 11,3 Litern. Frankreich erreicht in diesem Segment ein Pro-Kopf-Volumen von 1,9 Litern. Das Wachstum für diese Bierkategorie ist in allen drei Ländern sichtbar: Für Spanien wird ein Plus von 4 Prozent, für Portugal ein Plus von 10 Prozent sowie für Frankreich ein Plus von 18 % im Pro-Kopf-Volumen erwartet.
Alkoholhaltiges Bier bleibt in beiden Märkten fest verankert. Im Jahr 2025 lag der Pro-Kopf-Verbrauch in Spanien bei rund 85 Litern und in Portugal sowie Frankreich bei 38 Litern. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt betrug 2024 knapp 48 Liter und wird Prognosen zufolge bis 2030 kontinuierlich auf etwa 45 Liter sinken. Während sich für Europa insgesamt ein rückläufiger Trend abzeichnet, zeigt Spanien eine gegenläufige Entwicklung. Bis 2030 wird dort ein Wachstum des Pro-Kopf-Verbrauchs von etwa 7 Prozent erwartet. Für Portugal und Frankreich wird ein Wachstum von 11 bzw. 2 Prozent geschätzt.
Analysen des rheingold Institut zeigen, dass dahinter mehr steckt als ein kurzfristiger Lifestyle-Trend. Viele Menschen konzentrierten sich in einer zunehmend unsicheren und schwer kontrollierbaren Welt stärker auf das, was sie selbst beeinflussen können: Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Flexibilität und persönliche Stabilität. Das Institut beschreibt diese Entwicklung als den Versuch, sich in einer komplexen Realität möglichst stabil und handlungsfähig aufzustellen. Ein Anspruch, der auch die Getränkewirtschaft verändert.
Das Bedürfnis nach Gemeinschaft und dem Gefühl von Sicherheit wächst. Gerade deshalb bleiben Getränkesegmente wie Bier relevant. Bier steht für etwas Vertrautes. Für Handwerk, Herkunft und Tradition. In einer unsicheren, von technologischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Disruption geprägten Welt, gewinnt genau diese Bodenständigkeit wieder an Bedeutung.
„Biermarken eignen sich ideal dazu, Orte, Atmosphären und Stimmungen zu schaffen, an denen ein Gemeinschaftsgefühl erlebt und in den Mittelpunkt des Erlebnisses gestellt werden kann“, erklärte Institutsexperte Paul Bremer beim ersten Tourstopp der BrauBeviale meets Europe-Tour in Kopenhagen. „Biermarken und Gastronomie sollten Orte bieten, die ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln.“
Wo die Getränkewirtschaft Antworten findet
„Wir erleben gerade sehr spannende Entwicklungen im Markt“, so Markus Kosak, Executive Director bei YONTEX GmbH & Co. KG. „Denn Verbraucherinnen und Verbraucher wollen leistungsfähig bleiben – möchten aber gleichzeitig auch gemeinsam genießen. Das bedeutet für unsere bestehenden, traditionsreichen Getränkesegmente – wie Bier –, dass sie weiterhin ihre Rolle im Markt festigen können. Gleichzeitig eröffnet der Wunsch nach Selbstoptimierung neue Chancen für Getränkehersteller. Unsere Aussteller haben das verstanden und zeigen Lösungen für alle Anforderungen der Branche in Europa.“
Das gesamte Messeprogramm der BrauBeviale 2026, die vom 10. bis 12. November 2026 in Nürnberg stattfindet, ist auf die Herausforderungen der europäischen Getränkewirtschaft ausgerichtet. Themen im Rahmenprogramm sind unter anderem neue Konsumgewohnheiten, alkoholfreie Konzepte, flexible Produktionsanforderungen sowie die Frage, wie Hersteller unterschiedliche Konsumanlässe wirtschaftlich bedienen können. Auf der Main Stage in Halle 9 spricht unter anderem Getränkeexperte Charles Nouwen, Peer to Beer, über die Rolle von Bier zwischen Tradition, Gemeinschaft und neuen Konsumgewohnheiten.
Ein regelmäßiger Blick auf die Website der BrauBeviale lohnt sich bereits jetzt: Die Aussteller- und Produktdatenbank ist online, weitere Informationen zum Rahmenprogramm werden laufend ergänzt und auch der Ticketshop für Besucherinnen und Besucher ist geöffnet.
Seden Kantarci, PR Managerin
Pressekontakt BrauBeviale
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