Presseinformation

Markt und Wachstumserwartungen im Getränkesektor in Rumänien und Griechenland

4. Juni 2026

  • Stabiles Marktszenario mit Wachstumserwartungen im Segment der alkoholfreien Getränke
  • Alkoholfreie Erfrischungsgetränke wachsen, Bier bleibt emotional relevant
  • BrauBeviale 2026 bündelt Lösungen für ein breites Getränkeportfolio

Die Getränkemärkte entwickeln sich derzeit in zwei Richtungen gleichzeitig: Gemäß dem Wunsch der Konsumenten nach Selbstoptimierung wachsen einerseits Energy Drinks, funktionale Getränke und alkoholfreie Konzepte. Andererseits bleibt das Bedürfnis nach Gemeinschaft, Atmosphäre und gemeinsamen Erlebnissen hoch – gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich angespannten Zeiten. Hintergründe zu diesen Entwicklungen greift die „BrauBeviale meets Europe“-Tour auf, die am 04. Juni 2026 Station in Bukarest macht.

Die Märkte in Rumänien und Griechenland zeigen ähnliche Tendenzen wie andere europäische Regionen. Der Konsum alkoholischer Getränke bleibt stabil oder ist gar rückläufig, während der Markt der alkoholfreien Getränke in einzelnen Segmenten wächst.

Rumänien im Detail

Hinsichtlich der Gesamtbetrachtung von alkoholfreien Getränken zeigt sich für Rumänien ein ähnlich stabiles Bild wie im gesamteuropäischen Durchschnitt. Das Gesamtvolumen für alkoholfreie Getränke liegt in Rumänien im Jahr 2025 bei 246 Litern pro Kopf, gegenüber einem europäischen Durchschnitt von 179 Litern.

In der Kategorie Erfrischungsgetränke liegt der europäische Durchschnitt – gemäß dem Datenmaterial von Statista Market Insights – bei einem Marktvolumen im Jahr 2025 bei 65,4 Litern pro Kopf und wird weiterhin auf diesem Niveau verbleiben. Rumänien zeigt in diesem Getränkesektor ein Volumen von 121 Litern. Bis 2030 wird in dieser Getränkeart ein Plus von 11 Prozent prognostiziert. Auch beim Konsum von Mineralwasser zeigt sich für Rumänien ein leichtes Wachstum. Für 2025 liegt der Wert bei 119 Litern pro Kopf; bis 2030 soll sich hier ein Zuwachs in Höhe von etwa 5 Prozent einstellen.

Gleichlaufend wachsend im Vergleich zum europäischen Durchschnitt sind die Perspektiven für RTD-Getränke: In der europäischen Gesamtbetrachtung wird für diese Getränkekategorie ausgehend von einem Pro-Kopf-Volumen von 1,28 Litern ein Wachstum von 7 Prozent erwartet. Rumänien erreichte einen Durchschnittswert von 0,62 Litern pro Kopf im Jahr 2025 – die Wachstumsprognosen liegen bei einem Plus von ca. 11 Prozent bis 2030. 

Griechenland im Detail

Das Gesamtvolumen für alkoholfreie Getränke liegt für das Jahr 2025 im Durchschnitt in Europa bei rund 179 Litern; für Griechenland wird dieser Wert bei 288 Litern pro Kopf einsortiert. In der Kategorie Erfrischungsgetränke kommt Griechenland auf ein Pro-Kopf-Volumen von 57 Litern gegenüber einem europäischen Durchschnitt – gemäß dem Datenmaterial von Statista Market Insights – von 65,4 Litern pro Kopf im Jahr 2025. Während für Gesamteuropa hier keine Veränderungen erwartet werden, prognostizieren die Marktforscher für Griechenland für diese Getränkeart Wachstumschancen in Höhe von knapp 9 Prozent.

Gleichlaufend wachsend im Vergleich zum europäischen Durchschnitt sind die Perspektiven für RTD-Getränke: In der europäischen Gesamtbetrachtung wird für diese Getränkekategorie ausgehend von einem Pro-Kopf-Volumen von 1,28 Litern ein Wachstum von 7 Prozent erwartet. Für Griechenland wird ein Wert von + 4 Prozent, ausgehend von einem Pro-Kopf-Volumen von 0,72 Litern im Jahr 2025 prognostiziert.

Bier als „soziales Schmiermittel“

Auch alkoholfreie Angebote im Segment Bier gewinnen an Bedeutung. Der Pro-Kopf-Verbrauch alkoholfreier Biere lag im Jahr 2025 in Rumänien bei 4,5 Litern und in Griechenland bei 0,21 Litern. Europaweit lag der Wert bei 2,7 Liter pro Kopf. Alkoholhaltiges Bier bleibt in beiden Märkten weiterhin verankert. Für 2025 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von alkoholhaltigem Bier in Rumänien bei rund 70 Litern, in Griechenland bei 47,5 Litern. Der europäische Durchschnitt für diese Getränkeart lag 2024 bei knapp 48 Litern – ein kontinuierlicher Rückgang bis 2030 auf das Niveau 45 Liter wird erwartet. Die Entwicklung für Rumänien zeigt eher einen langsamen Rückgang auf 67,3 Liter sowie für Griechenland ein eher konstantes Verbrauchsbild mit 47,9 Liter – jeweils pro Kopf.

Analysen des rheingold Institut zeigen, dass dahinter mehr steckt als ein kurzfristiger Lifestyle-Trend. Viele Menschen konzentrierten sich in einer zunehmend unsicheren und schwer kontrollierbaren Welt stärker auf das, was sie selbst beeinflussen können: Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Flexibilität und persönliche Stabilität. Das Institut beschreibt diese Entwicklung als den Versuch, sich in einer komplexen Realität möglichst stabil und handlungsfähig aufzustellen. Ein Anspruch, der auch die Getränkewirtschaft verändert. 

Das Bedürfnis nach Gemeinschaft und dem Gefühl von Sicherheit wächst. Gerade deshalb bleiben Getränkesegmente wie Bier relevant. Bier steht für etwas Vertrautes. Für Handwerk, Herkunft und Tradition. In einer unsicheren, von technologischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Disruption geprägten Welt, gewinnt genau diese Bodenständigkeit wieder an Bedeutung.

„Biermarken eignen sich ideal dazu, Orte, Atmosphären und Stimmungen zu schaffen, an denen ein Gemeinschaftsgefühl erlebt und in den Mittelpunkt des Erlebnisses gestellt werden kann“, erklärte Institutsexperte Paul Bremer beim ersten Tourstopp der BrauBeviale meets Europe-Tour in Kopenhagen. „Biermarken und Gastronomie sollten Orte bieten, die ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln.“

Wo die Getränkewirtschaft Antworten findet

„Wir erleben gerade sehr spannende Entwicklungen im Markt“, so Markus Kosak, Executive Director bei YONTEX GmbH & Co. KG. „Denn Verbraucherinnen und Verbraucher wollen leistungsfähig bleiben – möchten aber gleichzeitig auch gemeinsam genießen. Das bedeutet für unsere bestehenden, traditionsreichen Getränkesegmente – wie Bier –, dass sie weiterhin ihre Rolle im Markt festigen können. Gleichzeitig eröffnet der Wunsch nach Selbstoptimierung neue Chancen für Getränkehersteller. Unsere Aussteller haben das verstanden und zeigen Lösungen für alle Anforderungen der Branche in Europa.“

Das gesamte Messeprogramm der BrauBeviale 2026, die vom 10. bis 12. November 2026 in Nürnberg stattfindet, ist auf die Herausforderungen der europäischen Getränkewirtschaft ausgerichtet. Themen im Rahmenprogramm sind unter anderem neue Konsumgewohnheiten, alkoholfreie Konzepte, flexible Produktionsanforderungen sowie die Frage, wie Hersteller unterschiedliche Konsumanlässe wirtschaftlich bedienen können. Auf der Main Stage in Halle 9 spricht unter anderem Getränkeexperte Charles Nouwen, Peer to Beer, über die Rolle von Bier zwischen Tradition, Gemeinschaft und neuen Konsumgewohnheiten.

Ein regelmäßiger Blick auf die Website der BrauBeviale lohnt sich bereits jetzt: Die Aussteller- und Produktdatenbank ist online, weitere Informationen zum Rahmenprogramm werden laufend ergänzt und auch der Ticketshop für Besucherinnen und Besucher ist geöffnet.

Seden Kantarci, PR Managerin

Seden Kantarci, PR Managerin

Pressekontakt BrauBeviale

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