- Stabiles Marktszenario mit Wachstumserwartungen im Segment der alkoholfreien Getränke
- Alkoholfreie Erfrischungsgetränke wachsen, Bier bleibt emotional relevant
- BrauBeviale 2026 bündelt Lösungen für ein breites Getränkeportfolio
Die Getränkemärkte entwickeln sich derzeit in zwei Richtungen gleichzeitig: Gemäß dem Wunsch der Konsumenten nach Selbstoptimierung wachsen einerseits Energy Drinks, funktionale Getränke und alkoholfreie Konzepte. Andererseits bleibt das Bedürfnis nach Gemeinschaft, Atmosphäre und gemeinsamen Erlebnissen hoch – gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich angespannten Zeiten. Hintergründe zu diesen Entwicklungen greift die „BrauBeviale meets Europe“-Tour auf, die am 17. Juni 2026 Station in Mailand macht.
Die Märkte in Italien und der Schweiz zeigen ähnliche Tendenzen wie andere europäische Regionen. Der Konsum alkoholischer Getränke bleibt stabil oder ist gar rückläufig, während der Markt der alkoholfreien Getränke in einzelnen Segmenten wächst.
Italien im Detail – alkoholfreie Getränke
Hinsichtlich der Gesamtbetrachtung von alkoholfreien Getränken zeigt sich für Italien ein ähnlich stabiles Bild wie im gesamteuropäischen Durchschnitt. Das Gesamtvolumen für alkoholfreie Getränke liegt in Italien im Jahr 2025 bei 229 Litern pro Kopf, gegenüber einem europäischen Durchschnitt von 179 Litern.
Während – gemäß dem Datenmaterial von Statista Market Insights – in der Kategorie Erfrischungsgetränke sowohl der europäische als auch der italienische Durchschnitt weitgehend stabil bleibt, wird für das Segment Mineralwasser in Italien ein leichtes Wachstum erwartet. Für 2025 liegt der Wert bei 173 Litern pro Kopf; bis 2030 soll sich hier ein Zuwachs in Höhe von etwa 6 Prozent einstellen.
Parallelen zum europäischen Durchschnitt sind bei den Perspektiven für Energy Drinks zu erkennen: Italien liegt im Vergleich zu einem europäischen Durchschnitt von 2,95 Litern pro Kopf gleichauf und kann hier Marktzuwachs bis 2030 von etwa 6 Prozent erwarten. Demgegenüber bleibt eine andere Wachstumskategorie in Europa in Italien eher stagnierend: RTD-Getränke sollen in der europäischen Gesamtbetrachtung ausgehend von einem Pro-Kopf-Volumen von 1,28 Litern ein Wachstum von 7 Prozent erwarten. Italien liegt bei einem Durchschnittswert von 1,1 Litern pro Kopf im Jahr 2025 – eine Größe, die sich gemäß den Wachstumsprognosen bis 2030 nicht nennenswert verändern soll.
Schweiz im Detail – alkoholfreie Getränke
Das Gesamtvolumen für alkoholfreie Getränke liegt für das Jahr 2025 im Durchschnitt in Europa bei rund 179 Litern; für die Schweiz wird dieser Wert bei 230 Litern pro Kopf einsortiert und soll – gemäß den Daten von Statista Market Insights – auf diesem Niveau bis 2030 verbleiben.
Gleichlaufend wachsend im Vergleich zum europäischen Durchschnitt sind die Perspektiven für Energy Drinks: Die Schweiz liegt mit einem Marktvolumen von 12,9 Litern pro Kopf deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 2,95 Litern pro Kopf und kann hier Marktzuwachs bis 2030 von etwa 8 Prozent erwarten. Während RTD-Getränke in Europa weiterhin zu den Wachstumskategorien zählen, zeigt sich auch der Schweizer Markt bis 2030 vergleichsweise stagnierend. Dennoch liegt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in der Schweiz mit 5,1 Litern im Jahr 2025 deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 1,28 Litern.
Bier als „soziales Schmiermittel“
In Gesamteuropa gewinnen alkoholfreie Angebote im Segment Bier an Bedeutung. Europaweit lag der Wert bei 2,7 Liter pro Kopf. Demgegenüber wird für Italien ein deutlich unter dem europäischen Wert liegendes Volumen von 0,2 Litern pro Kopf ermittelt. Der Pro-Kopf-Verbrauch alkoholfreier Biere lag im Jahr 2025 in der Schweiz bei 3,4 Litern.
Alkoholhaltiges Bier bleibt in beiden Märkten fest verankert. Im Jahr 2025 lag der Pro-Kopf-Verbrauch in Italien bei rund 30 Litern und in der Schweiz bei 43 Litern. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt betrug 2024 knapp 48 Liter und wird Prognosen zufolge bis 2030 kontinuierlich auf etwa 45 Liter sinken. Während sich für Europa insgesamt ein rückläufiger Trend abzeichnet, zeigt Italien eine gegenläufige Entwicklung. Bis 2030 wird dort ein Wachstum des Pro-Kopf-Verbrauchs von mehr als 10 Prozent erwartet. Die Schweiz folgt hingegen weitgehend dem europäischen Trend und weist ebenfalls eine rückläufige Verbrauchsentwicklung auf.
Analysen des rheingold Institut zeigen, dass dahinter mehr steckt als ein kurzfristiger Lifestyle-Trend. Viele Menschen konzentrierten sich in einer zunehmend unsicheren und schwer kontrollierbaren Welt stärker auf das, was sie selbst beeinflussen können: Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Flexibilität und persönliche Stabilität. Das Institut beschreibt diese Entwicklung als den Versuch, sich in einer komplexen Realität möglichst stabil und handlungsfähig aufzustellen. Ein Anspruch, der auch die Getränkewirtschaft verändert.
Das Bedürfnis nach Gemeinschaft und dem Gefühl von Sicherheit wächst. Gerade deshalb bleiben Getränkesegmente wie Bier relevant. Bier steht für etwas Vertrautes. Für Handwerk, Herkunft und Tradition. In einer unsicheren, von technologischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Disruption geprägten Welt, gewinnt genau diese Bodenständigkeit wieder an Bedeutung.
„Biermarken eignen sich ideal dazu, Orte, Atmosphären und Stimmungen zu schaffen, an denen ein Gemeinschaftsgefühl erlebt und in den Mittelpunkt des Erlebnisses gestellt werden kann“, erklärte Institutsexperte Paul Bremer beim ersten Tourstopp der BrauBeviale meets Europe-Tour in Kopenhagen. „Biermarken und Gastronomie sollten Orte bieten, die ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln.“
Wo die Getränkewirtschaft Antworten findet
„Wir erleben gerade sehr spannende Entwicklungen im Markt“, so Markus Kosak, Executive Director bei YONTEX GmbH & Co. KG. „Denn Verbraucherinnen und Verbraucher wollen leistungsfähig bleiben – möchten aber gleichzeitig auch gemeinsam genießen. Das bedeutet für unsere bestehenden, traditionsreichen Getränkesegmente – wie Bier –, dass sie weiterhin ihre Rolle im Markt festigen können. Gleichzeitig eröffnet der Wunsch nach Selbstoptimierung neue Chancen für Getränkehersteller. Unsere Aussteller haben das verstanden und zeigen Lösungen für alle Anforderungen der Branche in Europa.“
Das gesamte Messeprogramm der BrauBeviale 2026, die vom 10. bis 12. November 2026 in Nürnberg stattfindet, ist auf die Herausforderungen der europäischen Getränkewirtschaft ausgerichtet. Themen im Rahmenprogramm sind unter anderem neue Konsumgewohnheiten, alkoholfreie Konzepte, flexible Produktionsanforderungen sowie die Frage, wie Hersteller unterschiedliche Konsumanlässe wirtschaftlich bedienen können. Auf der Main Stage in Halle 9 spricht unter anderem Getränkeexperte Charles Nouwen, Peer to Beer, über die Rolle von Bier zwischen Tradition, Gemeinschaft und neuen Konsumgewohnheiten.
Ein regelmäßiger Blick auf die Website der BrauBeviale lohnt sich bereits jetzt: Die Aussteller- und Produktdatenbank ist online, weitere Informationen zum Rahmenprogramm werden laufend ergänzt und auch der Ticketshop für Besucherinnen und Besucher ist geöffnet.
Seden Kantarci, PR Managerin
Pressekontakt BrauBeviale
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