Presseinformation

Genuss und Funktion: Wachstumsoptionen im Getränkesektor in UK und Irland

20. Mai 2026

  • Getränkekonsum bewegt sich zwischen Selbstoptimierung und Genuss
  • Energy und Alkoholfrei wachsen, Bier bleibt emotional relevant
  • BrauBeviale 2026 bündelt Lösungen für ein breites Getränkeportfolio

Die Getränkemärkte entwickeln sich derzeit in zwei Richtungen gleichzeitig: Gemäß dem Wunsch der Konsumenten nach Selbstoptimierung wachsen einerseits Energy Drinks, funktionale Getränke und alkoholfreie Konzepte. Andererseits bleibt das Bedürfnis nach Gemeinschaft, Atmosphäre und gemeinsamen Erlebnissen hoch – gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich angespannten Zeiten. Hintergründe zu diesen Entwicklungen greift die „BrauBeviale meets Europe“-Tour auf, die am 19. Mai 2026 Station in London macht.

Die Märkte im Vereinigten Königreich und Irland zeigen ähnliche Tendenzen wie andere europäische Regionen. Der Konsum alkoholischer Getränke bleibt stabil oder ist gar rückläufig, während alkoholfreie Konzepte, funktionale Getränke sowie RTD- und Energy-Angebote wachsen.

Genau das zeigt sich das bei Energy- und Sportgetränken: In Großbritannien stieg der Pro-Kopf-Verbrauch laut Statista Market Insights von 8,15 Litern im Jahr 2018 auf 9,88 Liter 2025. In Irland legte er im selben Zeitraum von 5,3 auf 7,46 Liter zu. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt liegt 2024 bei 2,95 Litern pro Kopf.

Auch alkoholfreie Angebote gewinnen – im Vergleich zum Kontinent mit leichter Verzögerung – an Bedeutung. Der Pro-Kopf-Verbrauch alkoholfreier Biere stieg in Großbritannien – von niedrigem Niveau – zwischen 2018 und 2025 überproportional um 72 Prozent auf 1,07 Liter. Europaweit erhöhte sich der Wert im selben Zeitraum um 42 Prozent auf 2,7 Liter pro Kopf. Gleichzeitig bleibt alkoholhaltiges Bier in den britischen und irischen Märkten weiterhin stark verankert. Für 2025 liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier in England bei rund 54 Litern, in Irland bei fast 63 Litern.

Bier als „soziales Schmiermittel“

Analysen des rheingold Institut zeigen, dass dahinter mehr steckt als ein kurzfristiger Lifestyle-Trend. Viele Menschen konzentrierten sich in einer zunehmend unsicheren und schwer kontrollierbaren Welt stärker auf das, was sie selbst beeinflussen können: Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Flexibilität und persönliche Stabilität. Das Institut beschreibt diese Entwicklung als den Versuch, sich in einer komplexen Realität möglichst stabil und handlungsfähig aufzustellen. Ein Anspruch, der auch die Getränkewirtschaft verändert. 

Das Bedürfnis nach Gemeinschaft und dem Gefühl von Sicherheit wächst. Gerade deshalb bleiben Getränkesegmente wie Bier relevant. Bier steht für etwas Vertrautes. Für Handwerk, Herkunft und Tradition. In einer unsicheren, von technologischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Disruption geprägten Welt, gewinnt genau diese Bodenständigkeit wieder an Bedeutung.

„Biermarken eignen sich ideal dazu, Orte, Atmosphären und Stimmungen zu schaffen, an denen ein Gemeinschaftsgefühl erlebt und in den Mittelpunkt des Erlebnisses gestellt werden kann“, erklärte Institutsexperte Paul Bremer beim ersten Tourstopp der BrauBeviale meets Europe-Tour in Kopenhagen. „Biermarken und Gastronomie sollten Orte bieten, die ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln.“

Wo die Getränkewirtschaft Antworten findet

„Wir erleben gerade sehr spannende Entwicklungen im Markt“, so Markus Kosak, Executive Director bei YONTEX GmbH & Co. KG. „Denn Verbraucherinnen und Verbraucher wollen leistungsfähig bleiben – möchten aber gleichzeitig auch gemeinsam genießen. Das bedeutet für unsere bestehenden, traditionsreichen Getränkesegmente – wie Bier –, dass sie weiterhin ihre Rolle im Markt festigen können. Gleichzeitig eröffnet der Wunsch nach Selbstoptimierung neue Chancen für Getränkehersteller. Unsere Aussteller haben das verstanden und zeigen Lösungen für alle Anforderungen der Branche in Europa.“

Das gesamte Messeprogramm der BrauBeviale 2026, die vom 10. bis 12. November 2026 in Nürnberg stattfindet, ist auf die Herausforderungen der europäischen Getränkewirtschaft ausgerichtet. Themen im Rahmenprogramm sind unter anderem neue Konsumgewohnheiten, alkoholfreie Konzepte, flexible Produktionsanforderungen sowie die Frage, wie Hersteller unterschiedliche Konsumanlässe wirtschaftlich bedienen können. Auf der Main Stage in Halle 9 spricht unter anderem Getränkeexperte Charles Nouwen, Peer to Beer, über die Rolle von Bier zwischen Tradition, Gemeinschaft und neuen Konsumgewohnheiten.

Ein regelmäßiger Blick auf die Website der BrauBeviale lohnt sich bereits jetzt: Die Aussteller- und Produktdatenbank ist online, weitere Informationen zum Rahmenprogramm werden laufend ergänzt und auch der Ticketshop für Besucherinnen und Besucher ist geöffnet.

Seden Kantarci, PR Managerin

Seden Kantarci, PR Managerin

Pressekontakt BrauBeviale

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