- Programm für die gesamte Wertschöpfungskette der Getränkewirtschaft
- Neue Formate: Pilot Area, Discovery Bar, Workshops und mehr
- Europäische Perspektive auf aktuelle Herausforderungen
Neue Workshop-Formate, Pilotprojekte aus der Praxis, Getränkekonzepte im Tasting und ein Vortragsprogramm, das sich sehen lassen kann: Vom 10. bis 12. November 2026 zeigt die BrauBeviale im Messezentrum Nürnberg, was in der Getränkewirtschaft möglich ist. Für Bier ebenso wie für Wein und alkoholfreie Getränke.
Ob sich der Markt verändert, ist längst keine Frage mehr. Interessant ist, wer diese Veränderung für sich nutzt. Verändertes Konsumverhalten, alkoholfreie Getränke, Energiekosten und Regulierung fordern die Getränkewirtschaft heraus und öffnen zugleich Spielräume für neue Produkte und Prozesse.
Genau darauf zielt das Leitthema „Time for Opportunities“, unter dem die BrauBeviale 2026 ihr Rahmenprogramm vorstellt. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fragen aus der Praxis: Wie lassen sich Ressourcen wirksamer einsetzen, von der Energie bis zur Wasseraufbereitung? Wie lässt sich eine bestehende Anlage bezüglich des Produktszenarios optimiert nutzen? Und welche Technologien sind reif für den Betriebsalltag?
„Time for Opportunities heißt für uns: nicht nur über Veränderungen im Markt zu sprechen, sondern zu zeigen, welche Möglichkeiten daraus entstehen“, sagt Markus Kosak, Executive Director der YONTEX GmbH & Co. KG. „Auf der BrauBeviale treffen konkrete Herausforderungen auf Technologien, Ideen und Erfahrungen, mit denen sich heute schon etwas bewegen lässt.“
Antworten finden Besucherinnen und Besucher in Halle 9 auf der Main Stage, in der neuen Focus Corner und Pilot Area sowie in der Discovery Bar in Halle 6.
Main Stage in Halle 9: Smarte Energiesteuerung, Robotics & alternative Getränke
In der Main Stage in Halle 9 bietet das Programm ein breites Spektrum: für Anwender aus der Brauerei ebenso wie für Winzer und Hersteller von Softdrinks. Beim Thema Ressourcen geht es unter anderem um smarte Energiesteuerung und das Ausgleichen von Lastspitzen, um den Vergleich von Glas, PET und Plasmatechnologien bei Weinflaschen zwischen Carbon Footprint und nachhaltigem Geschmack sowie um ein Bewässerungstool für Sonderkulturen im Wein- und Hopfenbau.
Zu den technologischen Themen gehören Robotics und KI zur Senkung von Energie- und Betriebskosten, internationale Benchmarks für Brewery-KPIs und die Frage, wie mit Hilfe von Daten optimierte Lösungen für den täglichen Betrieb entwickelt werden können. Produktseitig geht es darum, alternative Getränke auf bestehenden Anlagen herzustellen, um spezielle Hefen für eben diese Getränke und um Alkoholreduzierung durch Zuckerentzug im Most.
Drei Tage, drei Keynotes, drei Perspektiven
Drei Keynotes setzen jeweils um 11.30 Uhr unterschiedliche Akzente. Am Dienstag, 10. November, fragt Charles Nouwen von Peer to Beer unter dem Titel „Going Beyond Beer or Taking Beer Beyond?“, wie anpassungsfähig Bier sein muss. Weil Konsumentinnen und Konsumenten heute aus einer nie dagewesenen Getränkevielfalt wählen, gelte es, den Blick über die eigene Kategorie hinaus zu richten, ohne das aufzugeben, was Bier zum weltweit beliebtesten alkoholischen Getränk gemacht hat.
Am Mittwoch legt Charles Banks von thefoodpeople mit „The Beverage Foresight Play Book: Trends, Tensions, and Untapped Opportunities“ nach. Seine Beobachtung: Die größte Verschiebung betreffe nicht das Was, sondern das Warum. Wohlbefinden, Maßhalten, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Erlebnis formten derzeit jede Kategorie neu. Die Grenzen zwischen ihnen lösten sich zusehends auf.
Am Donnerstag wird es regulatorisch. Unter dem Titel „Die PPWR und ihre Auswirkungen auf die Getränkebranche in den nächsten Jahren“ ordnet Peter Désilets von pacoon Sustainability Concepts ein, worauf sich Hersteller einstellen müssen. Mit Blick auf die Konformitätserklärung rückt bereits 2030 in den Fokus, wobei einzelne Stufen für die Getränkebranche früher greifen.
Auf dem Podium: Zuckersteuer und alkoholfreies Bier
Am Mittwoch, 11. November, von 14.30 bis 15.30 Uhr, ordnet das Podium „Sugar Tax/Sugar Levy: Different Approaches Across Europe“ auf der Main Stage ein, wie unterschiedlich europäische Märkte mit der Zuckersteuer umgehen. Im Mittelpunkt Rezepturanpassungen, Verbraucherreaktionen, Handel und Preisgestaltung sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen für Hersteller. Nicht Pro und Contra stehen im Vordergrund, sondern die Erfahrungen von Produzenten und Verbandsvertretungen aus Deutschland, Großbritannien und Litauen.
Am Donnerstag richtet die Podiumsdiskussion zur selben Uhrzeit den Blick auf Erfolgsstrategien für kleine und unabhängige Brauereien in Europa. Private Brauereien Bayern e. V. sowie Akteure aus Italien, Griechenland, Polen, Österreich, Großbritannien und Tschechien zeichnen ein Bild ihrer jeweiligen Märkte und wagen Prognosen, wohin sich z.B. das Segment alkoholfreies Bier entwickelt.
Neues Format: Focus Corner in Halle 9
Neu im Programm ist die Focus Corner in Halle 9. Sie bricht mit dem Vortragsformat: In 90-minütigen Workshops arbeiten maximal 30 Teilnehmende gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten an einem Thema. Hier steht der Austausch auf Augenhöhe im Mittelpunkt – ganz im Sinne der BrauBeviale als Arbeitsmesse. Die Teilnahme ist kostenlos, erfordert aber eine Voranmeldung.
Auf der Themenliste stehen unter anderem ein Nachhaltigkeits-Assessment für Brauereien, Logistikprozesse als Motor für Produktivität, alkoholfreier Genuss in der Gastronomie, Wertschätzung und Wertschöpfung mit dem Genussprodukt Bier, die neuen Regelungen zur Umweltkennzeichnung unter der EmpCo-Richtlinie sowie ein Angebot des Netzwerks women4beverages mit dem Schwerpunkt „Commercial Leadership in Motion“.
Pilot Area in Halle 9: was jetzt schon läuft
Die Pilot Area in Halle 9 zahlt direkt auf das Leitthema ein. Pilotprojekte zeigen entlang der Wertschöpfungskette, was heute bereits funktioniert und welches Potenzial die neuen Lösungen für die Branche bieten. Die Fläche ist bewusst als Gesprächsangebot angelegt.
Die Themen im Einzelnen: Gleich mehrere Projektpartner arbeiten an der Verwertung von Nebenströmen, von der Aufbereitung von Biertreber zu Proteinen für Fleischersatzprodukte oder Bio-Polymeren für neue Verpackungen bis zu datenbasierten Waste-to-Value-Konzepten. Weitere Themen sind ein ultradynamischer Hochtemperatur-Wärmespeicher, der Prozessdampf aus erneuerbaren Energien flexibel bereitstellt, oder ein Multiplex-Schnelltest, der Verderbniserreger in fermentierten Getränken in unter einer Stunde vor Ort nachweist, ausgewertet per Smartphone-App.
Neue Getränkeideen in der Discovery Bar in Halle 6
Über 50 Getränke auf einer Fläche, ausgeschenkt von denen, die sie erdacht haben: Die Discovery Bar in Halle 6 geht mit einem neuen Tastingformat an den Start und macht die Kreativität der Branche unmittelbar erfahrbar. Hinter dem Tresen stehen Start-ups ebenso wie Quereinsteigerinnen, Quereinsteiger und etablierte Getränkehersteller, die die Getränkewirtschaft mit ungewöhnlichen Impulsen beleben.
Die Bandbreite reicht von Getränken mit Elektrolyten, Probiotika, Kollagen oder Protein über fermentierte alkoholfreie Getränke, Infused Water und Drinking Vinegar bis zu Premium Cocktail Bitters, Mate-Likör, alkoholfreien Aperitifs, Lion's-Mane-Soda und RTDs mit und ohne Alkohol. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem alkoholfreien Segment.
Am Mittwochabend wird die Discovery Bar von 17.00 bis 19.00 Uhr zum Treffpunkt: Bei einem Get-together kommen Getränkefachgroßhandel, Getränkefachhandel und Lebensmitteleinzelhandel mit genau jenen Herstellern zusammen, die neu in den Markt drängen.
Das vollständige Programm mit allen Referentinnen und Referenten wird ab Ende August laufend auf www.braubeviale.com veröffentlicht. Die Anmeldung für die Focus-Corner-Workshops startet im September über den Ticketshop.
Spezialisierte Ausstellerflächen in Halle 7
In der Wine Area versammeln sich Aussteller, die sich mit ihren Produkten und Lösungen auf Weinerzeugung und Weinverpackung spezialisiert haben. Sie ist der zentrale Anlaufpunkt für Winzerinnen und Winzer auf der Messe und wird durch den Deutscher Weinbauverband e.V. flankiert.
Die Startup Zone bringt die Newcomer der Branche zusammen: junge Unternehmen mit frischen Konzepten, Technologien und Produkten, die auf der Messe nach Partnern, Investoren und neuen Kunden suchen.
Die Logistics Area deckt den Teil der Kette ab, der nach der Abfüllung beginnt und in der Praxis über Kosten und Lieferfähigkeit entscheidet. Hier finden sich Expertinnen und Experten zu Themen wie Mehrweg- und Leergutlösungen, Lager- und Transportorganisation sowie Prozessdigitalisierung.
Seden Kantarci, PR Managerin
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